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Der Druck ist real: Warum so viele Eltern in der Schweiz überfordert sind

maria desert sea sunny day

Maria Karachaliou

Maria, Gründerin von Momizen und Mama von drei Kids, macht Eltern das Leben leichter (und cooler). Ihre Mission: Familien die besten Freizeitaktivitäten nach der Schule zeigen und sie mit lokalen Geheimtipps vernetzen. Parenting-Hacks, coole Spots und jede Menge Spaß – alles gibt's auf Momizen! Sie hat einen Abschluss in Psychologie und einen Master in Business von der University of Kent.

Swiss mom on her laptop and with her baby in her arms, trying to get admin work done at home, under pressure.

Eine aktuelle Umfrage von Pro Familia Schweiz und Pax bringt auf den Punkt, was viele von uns schon lange spüren: Ein Drittel der Eltern in der Schweiz ist überfordert. Die Zahlen stammen aus dem Familienbarometer 2024 und wurden im Tages Anzeiger ausführlich besprochen. Sie zeigen deutlich: Elternschaft in der Schweiz ist oft ein Drahtseilakt.

Die Zahlen hinter dem Erschöpfungsgefühl

  • 32 % der Eltern fühlen sich durch die Anforderungen von Arbeit und Familie überlastet.

  • Bei Eltern mit Vollzeitstelle und kleinen Kindern sind es sogar fast 50 %.

  • Mehr als die Hälfte ist der Meinung, dass die aktuelle Familienpolitik nicht ausreichend entlastet.

Besonders stark betroffen sind Mütter, die trotz Erwerbstätigkeit den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit leisten.

Woher kommt der Druck?

Obwohl die Schweiz in vielen Bereichen ein hohes Lebensniveau bietet, ist die Realität für Familien oft ernüchternd.

1. Kinderbetreuung ist teuer

In Städten wie Zürich kostet ein Kita-Platz schnell über CHF 2’000 pro Monat – pro Kind. Für viele Familien bedeutet das: Ein Gehalt reicht gerade für die Betreuung.

2. Fehlende Vereinbarkeit von Arbeits- und Schulzeiten

Schulschluss um 12 Uhr, wenig Nachmittagsbetreuung, starre Arbeitsmodelle – all das macht den Alltag zur logistischen Herausforderung.

3. Mentale Belastung ist unsichtbar – aber real

Eltern tragen nicht nur die Organisation, sondern auch die emotionale Verantwortung für ihre Kinder. Dieses unsichtbare "Management" erschöpft – und bleibt oft unbeachtet.

4. Corona wirkt nach

Die Pandemie hat bewährte Routinen zerstört, Support-Systeme gekappt und viele Familien an ihre Grenzen gebracht. Der Erholungsprozess dauert bis heute an.

Was Eltern sagen

"Jede Mutter, die ich kenne, ist entweder müde oder tut so, als wäre sie es nicht. Wir müssen offener über Erschöpfung sprechen."

"Ich habe erst nach dem zweiten Kind begriffen, wie stark die fehlende Betreuung meine Karriere beeinflusst hat."

Was Familien wirklich brauchen

  • Bezahlbare, hochwertige Kinderbetreuung, die Eltern echte Wahlfreiheit lässt.
  • Echte Flexibilität im Berufsleben, nicht nur Lippenbekenntnisse.
  • Politische Rahmenbedingungen, die Familien aktiv entlasten – z. B. durch faire Elternzeit, steuerliche Entlastung und Wertschätzung von Care-Arbeit.
  • Mehr Gemeinschaft, denn Elternsein ist keine Einzelleistung.

Unterstützung beginnt im Kleinen

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